Unser Kindergartengelände befindet sich etwas außerhalb von Reichenbach.

Die alte Streuobstwiese bietet nicht nur den Kindern ein Zuhause auf Zeit,
sondern auch vielen verschiedenen Pflanzen und Tieren.

Der Blick aufs Grunstück: unsere Streuobstwiese am südöstlichen Ortsrand von Reichenbach, umgeben von Weiden und Feldern.

Hier wachsen Mirabellen, Renekloden, Kirschen, Brombeeren, Pflaumen, Äpfel, Birnen und Holunderbeeren. Außerdem gibt es einen Walnussbaum und Haselnusssträucher. Die Früchte werden gemeinsam geerntet und verarbeitet.

Im halbwilden Teil des Grundstücks tauchen immer wieder Überraschungen wie Pilze oder Scheinerdbeeren auf – es gilt die Regel: nichts anfassen was man nicht kennt!

Im hinteren Bereich des Grundstücks liegt das Herz des Kindergartens: der Sitzkreis und die Bauwägen. Wenn das Wetter es zulässt, werden Morgen- und Abschlusskreis inklusive Mahlzeiten draußen gemacht. Im Sommer wird dafür auch gerne das „Waldsofa“ im Schatten des Walnussbaumes genutzt.

Die Bauwägen dienen als Materiallager, Werkschuppen, Rückzugsraum, Schutzhütte, Klassenzimmer für die Vorschüler, Ort zum Aufwärmen und Essen bei schlechtem Wetter. Hier befinden sich auch Spiel- und Bastelmaterial, Bücher, die Ordner der Kinder, die Postfächer für die Eltern und das Büro der Erzieherinnen.

Die Kräuterpyramide wurde von Eltern aus Holz gebaut und von Kindern und Erzieherinnen bepflanzt und gepflegt. Nun wachsen dort auch so spannende Pflanzen wie Colakraut.

Hier kann man Natur mit allen Sinnen genießen, den Insekten zusehen und zur Ruhe kommen. Außerdem wird mit der Ernte leckerer Tee, Kräutersalz und frischen Kräuterquark zubereitet.

In den Hochbeeten darf jedes Kind seine Lieblingsblume und das Lieblingsgemüse anpflanzen – und die Eltern staunen nicht schlecht, dass da Gurke, Kürbis und Kohlrabi gewünscht werden.

Im Herbst ist Erntedank – nach und nach wird das Ergebnis der monatelangen Hege und Pflege aufgegessen.

Über das Gelände verteilt befinden sich verschiedene Spielgeräte, die immer wieder verändert werden. Teilweise wurden sie von den Kindern selbst gebaut – natürlich unter Aufsicht, aber mit ganz viel Eigeninitiative und Stolz auf das Ergebnis. 

Andere Bauwerke wurden von Eltern oder Erzieherinnen gebaut, wie dieses Entdeckerschiff, das es zum dritten Geburtstag des Kindergartens gab. Aber auch diese werden von den Kindern gleich angenommen und umgestaltet.

Sandkasten, Schaukeln und Kletterbäume gibt es natürlich auch.

Das wichtigste Spielgerät ist immer noch die Natur. Jeden Tag findet sich etwas Neues auf der Wiese oder bei Ausflügen, das bestaunt, gesammelt, erforscht und verbastelt werden kann.

Wie viel Fragen und Spaß ein Schneckenhaus bieten kann, wissen wohl nur kleine Kinder (und deren Eltern), und die freuen sich auch über die ersten bunten Blätter, die gleich zu einem Regenbogen werden und Vorfreude wecken auf Kastanientiere, Laubhaufen und Kürbissuppe.